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Am Vatertagswochenende richtet der DSC den FD-Cup mit 26 Crews aus. Es werden Gäste aus SUI, POL, NED und CZE gesichtet. Um den DSC herum tobt zeitgleich der Töpfermarkt, von Heinz-Peter Nersinger humorvoll "Haferlmarkt" genannt. Das Bild von Heinz-Peter, wie er mit dem Fernglas auf dem Turm des Startschiffs steht und in die Weite blickt, haben sicher noch viele vor Augen. So ist die Veranstaltung auch ein Andenken an ihn. Zunächst stärken sich nicht nur Väter mit Weißwürsten und mehr oder weniger alkoholfreiem Bier. Dann setzt sich das Perpetuum mobile in Bewegung: Wunderschöne FDs aus den letzten 40 Jahren bringt es vom Land zum Wasser, Slipwägen vom Wasser zum Land. Am Vatertag segeln wir vier Wettfahrten. Schönes Wetter, doch extrem böiger Wind - wir fliegen bei 4 Bft über das Wasser und parken einen Moment später hilflos ein. Die große Gefahr dabei ist, dass der Leewatschnbaum umfällt, also passen wir auf wie die Haftlmacher! Eine Crew kentert, die anderen schaffen es, das Masttop trockenen Kurses wieder an Land zu bringen.

Obwohl sich manche ein laues Mailüftchen wünschen, hat es am Freitag laut Ammerseeboje und Zebrafell in Herrsching bei einem Grundwind um 5 Bft Spitzenböen von 6 Bft! Daher ziehen es einige Boote vor, die Segel bei den starken Böen unter Wasser zu verstecken, um sie dem Zugriff des Windes zu entziehen. Ein Spinnaker löst sich in seine Bestandteile auf, ein Athlet zieht sich nach einer Kenterung eine Schulterluxation zu. Er wird per Motorboot zum DSC chauffiert, wo schon der Sanka wartet und ihn in die Klinik fährt. Zum Seglerhock am Abend ist er jedoch schon wieder da, am nächsten Tag fährt er sogar wieder als Vorschoter mit! Vier Crews beendeten das Rennen vorzeitig. Die anderen kommen nach vier Wettfahrten teils euphorisch, teils abgekämpft zum DSC zurück. Alle sind sich einig, dass es ein sehr anspruchsvoller Tag ist. Sie erholen sich schnell durch die großartige Bewirtung in und vor dem Casino. Am Samstag ist es mit 3 bis 4 Bft vergleichsweise gemütlich. Zwei Wettfahrten werden gesegelt. Nach einer Gedenkminute für Heinz-Peter stehen auf den neuen Podesten des DSC diejenigen Crews, die man auch von der Rangliste kennt: Ganz oben Jörn Borowski und Andreas Berlin (GER 202) vom ROYC, in mittlerer Höhe Hans-Peter Schwarz und Roland Kirst (GER 87) von HSC, ein wenig weiter unten Jiri Hruby und Roman Houdek (CZE 21). Beachtlich ist das Ergebnis von Benedikt Nagel und Lukas Bauer (GER 82) von der benachbarten SGA auf dem 8. Platz. Wir als Vertreter des DSC sind - nicht zuletzt aufgrund gesundheitlicher Probleme - wenig erfolgreich. Wir üben noch. Mich hat es beeindruckt, dass viele ältere FD-Freunde bei teilweise sehr schwierigen Bedingungen souverän das Boot beherrschten und gerade am Freitag die Konstitution und Konzentration aufwiesen, das Boot sicher zu führen.

Wettfahrtleiter war Ben Hagenmeyer, der mit seinem Team die Regatta in gewohnter Weise überaus professionell durchführte. Aufgrund der ständigen Winddreher war es auch für die Tonnenleger nie langweilig. Mit den freundlichen Damen und Herren im Casino unter Leitung von Steffi Guntermann und wohlschmeckenden Speisen zeigte sich der DSC wieder von seiner Schokoladenseite. Im Vergleich zum letzten Flauten-FD-Cup vor vier Jahren hat sich der Ammersee als Segelrevier rehabilitiert. Vielleicht saß Heinz-Peter hosiannasingend auf einer vorbeieilenden Wolke und frohlockte, als er sah, dass die Veranstaltung in seinem Sinne weitergeführt wurde.

Text: Markus Opitz   Bilder (c) Tom König

Die Ergebnisse des FD Cups finden sie hier

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